Berlusconi erwägt SMS-Steuer
Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi will die Einkommens- und Unternehmenssteuern senken und dies möglicherweise mit einer neuen Steuer auf SMS-Nachrichten finanzieren.
Im vergangenen Jahr wurden in Italien rund 27 Milliarden Textmeldungen per Handy verschickt. Würde jede SMS mit einem Cent besteuert, würde dies 270 Millionen Euro in die Staatskassen spülen.
Vorbild für eine solche Steuer seien die Philippinen, die so einen Teil ihrer Staatsschulden abgebaut hätten, hieß in der Zeitung "Corriere della Sera".
Durchschnittlich 20 SMS Pro Monat
Die Österreicher verschickten im Jahr 2003 rund 1,8 Milliarden
Kurzmitteilungen per Handy, pro Nutzer und Monat ergibt das
durchschnittlich 20 SMS.
Österreicher sind SMS-MuffelKeine derartigen Pläne in Österreich
Für österreichische Handynutzer gibt es Entwarnung: Sie müssen keinerlei zusätzliche finanzielle Belastungen durch eine Steuer auf Kurzmitteilungen fürchten.
Ein klares Nein zur steuerlichen SMS-Vergebührung kommt vom Sprecher des Finanzministers, Matthias Winkler, auf Anfrage von futurezone.ORF.at. "Es ist keine SMS-Steuer geplant."
