Billiger telefonieren statt Extrawürste
Europäische Handytelefonierer geben niedrigeren Gebühren eindeutig den Vorzug gegenüber erweiterten Handyfunktionen, für die sie höhere Zahlungen in Kauf nehmen müssen.
Dies geht aus einer Untersuchung von Capgemini und der Hochschule INSEAD hervor. Demnach unterschätzen Mobilfunkanbieter in Europa die Tatsache, dass ihre Kunden lieber billiger telefonieren und einfache Dienste bevorzugen.
Indem sie die Bedürfnisse ihrer Kunden falsch einschätzen verschenken die Anbieter mögliche Umsätze, heißt es weiters in der Studie.
"Die Anbieter sind zu sehr darauf bedacht, ihren Wettbewerbern über Funktionen wie MMS oder Unified Messaging Marktanteile abzuringen und vernachlässigen dabei den simplen Wunsch der Kunden nach günstigen Verbindungspreisen", erläutert Susanne Söffge von Capgemini.
Zu viel Technik schreckt Käufer abVerzichts aufs Festnetz
Die mangelnde Kundenorientierung äußert sich auch darin, dass 54 Prozent der Handynutzer mit Rechnungsstellung sowie 78 Prozent der Prepaid-Nutzer sich ein einfacheres Zahlungsmodell wünschen.
40 Prozent würden auf Online-Rechnung umsteigen und 36 Prozent einen reinen Internetvertrieb akzeptieren. Ebenso meinen 79 Prozent bei niedrigeren Preisen genau so viel mobil zu telefonieren wie übers Festnetz. Etwa die Hälfte würde sogar ganz auf die Telefonsteckdose in den eigenen vier Wänden verzichten.
In der europaweit angelegten Studie werden Kundenbedürfnissen und Angebote der Mobilfunkanbieter gegenübergestellt und dadurch Wachstumspotenziale für Mobilfunkanbieter aufgezeigt.
