Oracle darf PeopleSoft übernehmen
Die Europäische Kommission hat am Dienstag grünes Licht für die 7,7 Mrd. Dollar [sechs Mrd. Euro] schwere feindliche Übernahme des US-Softwarekonzerns PeopleSoft durch den Rivalen Oracle gegeben.
Die Übernahme werde ohne Auflagen genehmigt, teilte ein Kommissionssprecher am Dienstag mit.
Die Kommission hatte ihre Überprüfung der geplanten Transaktion in diesem Monat wieder aufgenommen, nachdem ein US-Gericht beschlossen hatte, dass die Übernahme fortgesetzt werden kann, und das US-Justizministerium diesen Beschluss akzeptierte.
Sowohl in Europa als auch in den USA hatte es kartellrechtliche Bedenken gegen die Übernahme gegeben, weil dadurch einer der nur drei Hauptakteure auf dem Markt für Software für Großunternehmen verschwindet.
Der weltgrößte Anbieter von Unternehmenssoftware ist derzeit das deutsche Unternehmen SAP.
US-Gericht gibt Oracle grünes LichtSchwarze Zahlen
Zuletzt bröckelte die Front gegen die Übernahme von Seiten PeopleSoft, nachdem zuletzt PeopleSoft-Chef Craig Conway, Hauptgegner und ehemaliger Oracle-Mitarbeiter, gefeuert worden war.
PeopleSoft hat im dritten Quartal wieder schwarze Zahlen geschrieben. In den drei Monaten sei ein Netto-Gewinn von 24 Millionen Dollar [19,0 Mio. Euro] oder sechs Cent pro Aktie erzielt worden, teilte das in Kalifornien beheimatete Unternehmen mit.
Im Vorjahreszeitraum war noch ein Verlust von 7,3 Millionen Dollar oder zwei Cent pro Aktie angefallen, als die Kosten für die Übernahme des Konkurrenten J.D. Edwards zu Buche schlugen.
Den Quartalsumsatz gab PeopleSoft mit 699 Millionen Dollar an.
