Roboter als Jockeys für Kamelrennen
Der Golfstaat Katar will bei seinen traditionellen Kamelrennen ab kommendem Jahr Roboter statt menschlicher Jockeys ins Rennen schicken.
Eine Schweizer Firma wurde damit beauftragt, 100 Roboter-Jockeys zu je einem Wert von rund 5.500 Dollar zu bauen. Insgesamt erhält die Firma für den Auftrag 1,37 Millionen Dollar, so der Präsident des Organisationskomitees für Kamelrennen, Scheich Hamad Bin Dschassem Bin Faisal el Thani.
Laut Scheich Hamad wird das Komitee die Roboter kaufen und vermieten, wobei die Regierung die Preise subventionieren wird.
Beim Hauptrennen von Katar kann der Sieger über 190.000 Dollar an Preisgeld gewinnen, davon gehen zehn Prozent an den Jockey.
Roboter stehen dem Menschen immer öfter zur Seite. Astronauten sollen bei der Erforschung von Planeten künftig ein blecherner Begleiter zur Seite stehen.
Ein Roboterhund für AstronautenErsatz für menschliche Jockeys
Die Kamelrennen in Katar sind umstritten: Menschenrechtler kritisieren, dass Kinder aus armen Ländern wie Bangladesch, Sri Lanka und Pakistan illegal nach Katar gebracht und dort als Jockeys eingesetzt würden.
Scheich Hamad bestritt die Vorwürfe. Derzeit gibt es in Katar etwa 100 Kinder und Jugendliche zwischen neun und 20 Jahren, die als Jockeys arbeiten oder dazu ausgebildet werden.
