Ein Roboterhund für Astronauten
Astronauten soll bei der Erforschung von Planeten künftig ein blecherner Begleiter zur Seite stehen.
Der vierrädrige von den Forschern "Boudreaux" genannte Roboter ist dafür gebaut, um den Forschern auf Schritt und Tritt zu folgen und unterstützend zur Hand zu gehen.
Das von der NASA entwickelte Gerät hat in etwa die Größe eines Golfwagens, ähnlich den beiden Mars-Rovern Spirit und Opportunity.
Der Robo-Kumpel arbeitet nahezu autonom, kann selbständig eine Route durch steiniges, unwegsames Gelände planen, leichtes Gepäck wie Werkzeuge und anderes Equipment befördern und auf Zuruf zum Astronauten kommen.
Offiziell trägt der treue Begleiter die sperrige Bezeichnung "Extra Vehicular Activity Robotic Assistant" [kurz ERA].
Alle Infos zu ERA bei der NASASendet Bilder an Zentrale
Erste Tests in der Wüste von Utah bei denen Boudreaux den Forschern "bei Fuß" folgte und Ausrüstung und geologische Proben trug, waren erfolgreich.
Mittels Kameras behält er die Astronauten stets im Auge und übermittelt die Bilder an eine Kommandozentrale. Dadurch kann die Mission zu jedem Zeitpunkt von der Leitung überwacht werden.
"Es macht wirklich Spaß zuzusehen, wie die Testpersonen langsam gemerkt haben, wie viel der Roboter eigentlich für sie tun kann," so Kim Tyree vom NASA Johnson Space Center.
"Schon nach kurzer gemeinsamer Zeit begannen die Testpersonen, den Metall-Gefährten wie einen echten Hund zu behandeln."
Schwebendes Helferlein für ISS
Ein anderes Helferlein könnte bald der Besatzungsmitgliedern der
Internationalen Raumstation zur Seite stehen. Der kugelförmige und
schwebende"Personal Satellite Assistant" [PSA] soll die Astronauten
bei ihrer Arbeit mit Messungen und Daten unterstützen und zur
Kommunikation untereinander dienen.
Schwebender Handheld für AstronautenNavigation per GPS und Video
Außerdem hat der Roboterhund seinen menschlichen Gegenstücken einiges voraus.
Im Gegensatz zu den Astronauten in den schweren und starren Raumanzügen, fällt es Boudreaux leicht, mit seinen biegsamen Armen Gesteinsproben zu sammeln oder abgelegtes Werkzeug wieder aufzuheben.
Zur Orientierung nutzt der Roboter derzeit das Satellitennavigationssystem GPS, für Planetenmissionen müssten erst entsprechende Satelliten in die Umlaufbahn gebracht werden. Doch als Back-up kann sich Boudreaux auch über seine Bordkameras seinen Weg bahnen.
"Es ist sehr wahrscheinlich, dass ein solcher Roboter bei künftigen bemannten Missionen dabei ist," so Chris Culbert vom Johnson Space Center.
Da bis zur nächsten Mondlandung wohl noch gut 15 Jahre vergehen werden, rechnet Culbert damit, dass der Roboter schon lange vorher All-tauglich ist.
