12.06.2004

SCI-FI-GADGET

Schwebender Handheld für Astronauten

Den Besatzungsmitgliedern der Internationalen Raumstation könnten schon bald fliegende, intelligente Roboter im Weltraum-Alltag zur Seite stehen.

Der kugelförmige "Personal Satellite Assistant" [PSA] soll die Astronauten bei ihrer Arbeit mit Messungen und Daten unterstützen und zur Kommunikation untereinander dienen.

Seit sechs Jahren entwickelten NASA-Ingenieure das schwebende Helferlein, einige Millionen Dollar wurden bisher investiert. Nun könnte der Roboter laut seinen Entwicklern nach drei weiteren Jahren für den Feinschliff schon bald im Weltraum eingesetzt werden.

Vor Gefahren warnen

Damit die Astronauten ihre Hände für die Durchführung von Experimenten frei haben, bewegt sich der Assistent mittels kleiner Luftdüsen, die jeweile einen Luftstrom ähnlich einem Haarföhn erzeugen.

Der Handheld kann dank seiner Sensoren bei drohenden Gefahren wie etwa einem Druckabfall, einer Änderung der Zusammenstzung der Umgebungsluft oder einem Temperaturansteig warnen. Zudem kann der Assistent jederzeit vorausgeschickt werden, um die Lage zu sondieren.

Beim Design bedienten sich die Entwickler bei "Starwars". Die Laserschwert-Trainingskugel von Luke aus Episode 4 diente als Inspiration für die Basketball-große Kugel.

Video-Konferenzen zur Erde

Mittels der eingebauten Kameras, Lautsprecher und Mikrofone können die Astronauten nicht nur untereinander, sondern auch mit der Bodenstation kommunizieren. Auch Video-Konferenzen sind möglich.

Über die Lautsprecher und ein kleines LC-Display kann die schlaue Kugel den Raumfahrern auch eine Anleitung zur Durchführung von Experimenten oder Reparaturen geben, da viele der Prozeduren so komplex sind, dass man sich die einzelnen Schritte nicht auswendig merken kann.

Der Bedarf nach einem ständigen elektronischen Begleiter soll bei den Astronauten bestehen, doch ob es das Gerät wirklich ins All schaffen wird, ist längst nicht sicher. Die Entscheidung der NASA soll bis zum Herbst fallen.