Microsoft bleibt bei Akquisitionsstrategie
Der weltgrößte Softwarehersteller Microsoft hat nach den Worten von CEO Steve Ballmer weiterhin ein Kaufinteresse an kleineren bis mittleren Kandidaten.
Der Konzern bleibe ungeachtet seiner ergebnislos abgebrochenen Gespräche mit dem deutschen Firmensoftware-Hersteller SAP bei seiner Akquisitionsstrategie, erklärte Ballmer am Dienstag auf dem Microsoft Executive Partner Summit in Lissabon.
Das Ende der Gespräche mit SAP, die aus der Sicht von Microsoft keinen Erfolg versprochen hätten, bedeute daher keinen Kurswechsel des Redmonder Riesen. "Wir haben noch nicht viele große Unternehmen gekauft", fügte Ballmer hinzu.
Microsoft hat kein Interesse an PeopleSoft
Am Montag hatte Ballmer der "Financial Times" gesagt, Microsoft
habe kein Interesse an einem Kauf des von einer feindlichen
Übernahme bedrohten SAP-Konkurrenten PeopleSoft. Microsoft
konzentriere sich auf mittlere und kleine Unternehmen.
Microsoft nicht an PeopleSoft interessiertSechs Mrd. USD für F&E
Der US-Softwarekonzern Oracle versucht seit Monaten, PeopleSoft zu übernehmen. Oracle und PeopleSoft sind im Segment der Bürosoftware für kleinere und mittlere Betriebe weniger vertreten, während Microsoft hier Platzhirsch ist.
Ballmer kündigte an, in den nächsten zwölf Monaten werde Microsoft rund sechs Milliarden USD in Forschung und Entwicklung investieren. Auf dem Gebiet der Software-Sicherheit gebe es - trotz der Erfolge im vergangenen Jahr - noch allerhand zu tun, sagte Ballmer.
