Video-Überwachung bald Verkehrsalltag
Zu "Section-Control" und den Kameras des Lkw-Mautsystems sollen serienweise weitere Kameras kommen, die den Verkehr rund um die Uhr überwachen.
Forderungen danach häuften sich nicht ganz zufällig am Dienstag, als das neue Sicherheitspolizeigesetz den Ministerrat passierte.
Den Behörden werden darin vor allem neue Befugnisse zur Videoüberwachung zugeteilt, die am 1. Jänner 2005 in Kraft treten.
Der Ministerrat hatte am Dienstag nach monatelangen Diskussionen das neue Sicherheitspolizeigesetz beschlossen. Dieses bildet die gesetzliche Gundlage für den stärkeren Einsatz von Videoüberwachung in Österreich. Es regelt unter anderem die ausgeweitete Videoüberwachung an neuralgischen Orten, die bereits ab 1. Jänner 2005 in Kraft tritt.
Sicherheitspolizeigesetz beschlossenKameras an Zebrastreifen
Das Kuratorium für Verkehrssicherheit [KfV] fordert Überwachungsanlagen an Zebrastreifen, um jene Autofahrer zur Verantwortung zu ziehen, denen die seit zehn Jahren bestehende Anhaltepflicht egal sei.
98 Prozent von 500 Befragten wüssten zwar darüber Bescheid, sechs von zehn Autofahrern bremsten sich vor einem Zebrastreifen aber nicht ein.
In Israel wird das Verkehrsaufkommen bereits mit militärischen Mitteln angegangen. Eine neu entwickelte - das heißt für diese Aufgabe umgerüstete - Drohne soll schon bald im Einsatz sein und Temposünder aus der Vogelperspektive fotografieren, berichtete die Tageszeitung "Maariv".
Kameras in Drohnen
Das unbemannte Aufklärungsflugzeug sei schon getestet worden, im
Norden Israels ist bereits ein Zeppelin im Einsatz. Israelische
Polizeivertreter erklärten, die Luftüberwachung werde die
Möglichkeiten der Verfolgung deutlich verbessern und sei gemessen an
ihrer Effektivität sehr preiswert.
Spionage-Drohnen für den IrakKameras überall und permanent
Um Geisterfahrer, Tempo- und Rotlichtsünder besser erfassen zu können, sei digitale Überwachung ein effektives Mittel, erklärte der Leiter von Siemens ITS, Christoph Kollatz.
Der Vorteil gegenüber den bisher punktuell eingesetzten Nassfilm-Kassetten sei, dass permanent aufgezeichnet werden könnte und jeder Verkehrsteilnehmer damit rechnen müsste, bestraft zu werden. Zudem könne der Film nicht ausgehen.
Eine elektronische Archivierung und Weiterverarbeitung sei digitalisiert ebenfalls möglich, mittels integrierter Nummernschilderkennung könnten Bußgeldbescheide automatisch erstellt werden.
In Österreich stünden derzeit 18 digitale Überwachungskameras zur Verfügung.
