02.10.2004

MUSIK 04

Popkomm zieht positive Bilanz

Die Popkomm hat zum Abschluss der ersten Musikmesse in Berlin eine positive Bilanz gezogen.

Mit mehr als 14.000 Fachbesuchern sei dem Branchentreff ein Neustart und Imagewechsel gelungen, sagte Geschäftsführer Ralf Kleinhenz am Freitag zum Abschluss der dreitägigen Messe mit. Im Jahr 2003, vor dem Umzug der Popkomm von Köln nach Berlin, war die Zahl der Besucher auf 10.247 eingebrochen.

Drei Viertel der insgesamt 663 Aussteller [plus 45] aus 41 Ländern hätten in den Messehallen unterm Funkturm Geschäftsabschlüsse getätigt, 80 Prozent erwarteten nach den Messetagen weitere Verhandlungen beziehungsweise Abschlüsse. Diesmal war etwa jeder zweite Fachbesucher zum ersten Mal auf der Popkomm. Im nächsten Jahr soll die Messe vom 14. bis 16. September 2005 wieder in Berlin stattfinden.

Und gerade für diese kleineren und mittleren Plattenfirmen, die so genannten Independent Labels, habe sich der Neustart gelohnt, bestätigte der Vorsitzende des Independent-Verbandes VUT, Peter James. "Es war das erste Mal in der Geschichte der Popkomm, dass die mittelständischen Unternehmen intensiv in die Planungen der Messe mit eingebunden waren." Kleinere Firmen seien besonders an einer international ausgerichteten Messe interessiert, "so sparen die sich 20 teure Reisen ins Ausland, weil sie hier alle treffen".

Auch Popkomm-Gründer und Viva-Chef Dieter Gorny zog ein positives Fazit der 16. Musikmesse. "Die Popkomm ist internationaler geworden. Sie ist wieder ein echter Kommunikationsort für die Branche".