Kabel Deutschland setzt nun auf TV
Nach dem Rückzieher bei der geplanten Fusion mit drei regionalen Kabel-Anbietern will sich Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland [KDG] nun auf digitales Fernsehen konzentrieren.
"Wir nehmen nichts auf die leichte Schulter", so Konzernchef Roland Steindorf mit Blick auf die ablehnende Haltung des deutschen Bundeskartellamts bei der Fusion. Die KDG wolle wachsen und werde so auch auf den Ausbau des breitbandigen Internetzugangs über Kabel setzen.
Die Gesellschaft mit über zehn Millionen Kunden wolle sich vom reinen Transporteur von Programmen hin zur Medienplattform entwickeln. Steindorf räumte aber ein, dass KDG beim Internetausbau nicht das eigentlich im Falle der Fusion angestrebte Tempo gehen werde.
KDG wollte für 2,7 Milliarden Euro ish, iesy und Kabel Baden-Württemberg übernehmen. Damit wäre im deutschen Kabelnetz wieder ein Monopol entstanden. Aufgrund der ablehnenden Haltung des Bundeskartellamts hatte die KDG das Geschäft aber vergangene Woche abgesagt.
Deutsche Kabel-Fusion ist abgeblasenBörsengang hinten angestellt
Hinsichtlich eines möglichen Börsengangs gab sich Konzernchef Roland Steindorf zurückhaltender als noch zu Jahresanfang, zuletzt war von 2005 die Rede gewesen.
