Europarat warnt vor Netz-Kriminalität
Der Europarat hat bei einer Konferenz am Freitag vor den Gefahren der weltweiten Internet-Kriminalität gewarnt.
Er rief seine 45 Mitgliedsstaaten auf, Verbrechen mit einer einheitlichen internationalen Strafgesetzgebung zu verfolgen. "Wir müssen die Gesetzesharmonisierung voranbringen. Denn das Internet ist global, während Strafrechtssysteme nur räumlich begrenzt gelten", so der Direktor des Max-Planck-Instituts für internationales Strafrecht Freiburg, Ulrich Sieber, am Rande der Konferenz in Straßburg.
Mit seiner im Juli 2004 in Kraft getretenen Konvention gegen Internet-Kriminalität hat der Europarat den bisher einzigen international bindenden gesetzlichen Vertrag in diesem Bereich verfasst. Er wurde bisher von 31 Ländern unterzeichnet.
Darin werden Vergehen von Hackern, Kinderpornografie, Internet-Betrug, Aufruf zum Rassenhass und Verstöße gegen das Urheberrecht unter Strafe gestellt. In Kraft getreten ist es allerdings erst in neun Ländern.
Europa tagt zum Thema Cybercrime
