Europa tagt zum Thema Cybercrime
Am Mittwoch wurde in Straßburg eine internationale Konferenz zur Bekämpfung von Cybercrime eröffnet.
Ziel der dreitägigen Tagung ist es, Regierungen weltweit dazu zu bringen, einen 2001 aufgesetzten Vertrag zur Bekämpfung von Netz-Kriminalität so schnell wie möglich zu ratifizieren.
Das Cybercrime-Abkommen von 2001 wurde von 30 Staaten, unter anderem den USA, Japan, Kanada und Südafrika, unterzeichnet.
Im Juli ist es in neun Staaten - Albanien, Kroatien, Estland, Ungarn, Litauen, Rumänien, Slowenien und Mazedonien - in Kraft getreten.
Bei einem Treffen mit US-Justizminister John Ashcroft und dem Minister für Heimatschutz, Tom Ridge, sowie hohchrangigen CIA-Vertretern legte Innenminister Ernst Strasser [ÖVP] kürzlich den österreichischen Standpunkt zum Thema Cybercrime dar.
Fingerabdruck kommt statt Iris-ScanMaterielle Schäden steigen
Dabei beschäftigt man sich nicht nur mit Finanzdelikten wie dem immer populäreren "Phishing" und dem illegalen Verbreiten von Musik, Filmen und Software, sondern auch mit Kinderpornografie
Die Kriminalität im Netz macht zwar insgesamt noch keinen so großen Anteil aus, verursacht aber immer höhere finanzielle Schäden.
Während in Deutschland Internet-Kriminalität derzeit 1,3 Prozent aller Straftaten ausmacht, verursacht sie dennoch 57 Prozent oder 8,7 Milliarden Dollar an finanziellen Schäden.
