17.09.2004

VS. EU

Airbus dementiert Unterstützung für MS

Der Flugzeugbauer Airbus dementiert, bei der Auseinandersetzung zwischen Microsoft und der EU für den Softwarehersteller Partei ergreifen zu wollen.

Airbus verfolge das Gerichtsverfahren, um eine Klärung der technischen Punkte zu erlangen, die Intention sei aber nicht, dabei Partei zu ergreifen, so eine Airbus-Sprecherin.

Dagegen spricht allerdings, dass Airbus beim EU-Gericht erster Instanz in Luxemburg eine Darstellung seiner Situation eingereicht hat. Eine Sprecherin des Gerichts sagte, dass dies nur als Parteiergreifung für eine der beiden Seiten möglich sei.

Microsoft begrüßte Airbus' Darstellung und sieht darin einen Beweis dafür, dass die Entscheidung der EU negative Auswirkungen auf die Software-Industrie mit sich bringt.

Zweifel der EU

Die EU bezweifelt laut Amelia Torres jedoch, dass die Entscheidung gegen Microsoft tatsächlich Auswirkungen auf Airbus hat. Das Urteil beziehe sich alleine auf Microsoft, den Software-Markt und auf Microsofts Verhalten, so Torres.

Die erste Anhörung im Verfahren um die Aussetzung der Sanktionen ist für den 30. September angesetzt.

Microsoft will vor allem die mit dem Urteil verbundenen Sanktionen nicht erfüllen. Demnach muss der Hersteller 487 Millionen Euro zahlen, der Konkurrenz mehr Zugang zu seinem Betriebssystem Windows ermöglichen sowie seine Software Mediaplayer von Windows entkoppeln.

Der Hersteller argumentiert, dass dadurch Konsumenten wie auch die Industrie und Microsoft selbst geschädigt würden.