Kalifornien klagt Wahlmaschinen-Hersteller
Der Justizminister von Kalifornien klagt den Wahlcomputer-Hersteller Diebold, weil dessen Maschinen des Typs "AccuVote TSx" bei den Vorwahlen im März zu einigen Problemen führten.
Dabei wird dem Unternehmen vor allem vorgeworfen, auf einigen Geräten unzertifizierte Software installiert zu haben, die das Wahlergebnis gefährdete.
Rund 6.000 Personen mussten wegen Problemen mit den Wahlcomputern erst wieder Wahlkarten verwenden. Die Hälfte der Wahllokale in San Diego konnte auf Grund der Schwierigkeiten mit dem Equipment nicht rechtzeitig aufsperren.
Kalifornien fordert nun die Rückerstattung von zwölf Millionen Dollar, die für die Computer ausgegeben wurden.
Nach dem gescheiterten "Super Tuesday" im März wurde den Diebold-Geräten im April das Zertifikat entzogen.
Bewährungsprobe für E-VotingSchriftlicher Beleg ist Pflicht
Bei den Wahlen im März wurden auch bei anderen E-Voting-Systemen Sicherheitsprobleme aufgedeckt.
Elf Bezirke, die mit anderen Voting-Maschinen ausgerüstet sind, erhielten jedoch noch eine Chance, ihre Geräte aufzurüsten. Unter anderem musste der Ausdruck eines schriftlichen Beleges für die Wählenden gewährleistet werden.
Kalifornien investierte mehr als 139 Mio. Dollar in die elektronische Touch-Screen-Technologie.
