Dialer gibt sich selbst Einwahlerlaubnis
Ein neuer Dialer holt sich durch einen Trick unbemerkt die Zustimmung zur teuren Einwahl ins Netz.
Ein Java-Programm, das im Hintergrund läuft, tippt dabei automatisch ein "OK" in das Eingabefeld und bestätigt damit die Frage nach der Zustimmung zur Einwahl. In Folge werden 30 Euro für die ungewollte Nutzung fällig.
Schutz bieten laut den Experten von dialerschutz.de Windows-Rechner, die mit den neuesten Sicherheits-Updates ausgerüstet sind.
Keinen Schutz würden dagegen die seit 2003 in Deutschland vorgeschriebenen Zustimmungsfenster bei Dialern bieten. Diese sollten eigentlich sicherstellen, dass Einwahlprogramme erst nach bewusster Zustimmung durch den Nutzer Kosten verursachen.
Die Betreiberfirma des Einwahlprogramms, das in der Datenbank der deutschen Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post als legal verbucht ist, hat demnach eine Adresse auf Mallorca angegeben. Bei der Polizei in Bielefeld seien bereits zwei Anzeigen eingegangen.
AK fordert stärkeren Schutz vor DialernRechtliche Schwierigkeiten
Die Dialer-Registrierung wiege den Verbraucher nicht nur in "trügerischer Sicherheit" - sie schwäche sogar noch seine Position, wenn er Opfer von Betrügereien wurde, warnt dialerschutz.de. Der geprellte Verbraucher müsse schließlich nachweisen, dass er trotz eines rechtskonformen und registrierten Dialers auf dem Rechner ausgetrickts worden sei.
