03.09.2004

KEYWORDS

Neue Klage gegen bezahlte Sucheinträge

Das Geschäftsmodell der Suchmaschinen Google und Overture mit bezahlten Sucheinträgen bleibt unter Beschuss.

Ein US-Bezirksgericht in Virginia hat eine Klage der Versicherungsfirma Geico zugelassen, die sich an der Keyword-Suche stößt.

Google bietet seinen Kunden an, bestimmte Keywords "zu kaufen", zu denen dann bei der Suche die passenden bezahlten Einträge angezeigt werden.

Geico wehrt sich nun gegen die Verwendung seines Namens für bezahlte Sucheinträge anderer Firmen und sieht darin eine Markenrechtsverletzung. Die Entscheidung des Gerichts, eine Klage gegen diese Praxis zuzulassen, könnte das Geschäftsmodell damit gefährden.

Ausreichend Fakten gesammelt

Laut Angaben des Gerichts habe der Versicherungskonzern genügend Fakten gesammelt, die seine Klage untermauern. Geico-Sprecherin Janice Minshall zeigte sich von der Entscheidung des Richters erfreut.

"Die Behauptung von Google und Overture, nicht dafür verantwortlich zu sein, dass Unternehmen für fremde Markennamen bieten, wurde zurückgewiesen", sagte Minshall.

AdWords ermöglicht Werbeeinschaltungen direkt auf der Ergebnisseite der Google-Suche und bei den jeweiligen Werbepartnern. Dabei kann der Kunde bestimmte Keywords kaufen, bei deren Suche dann die jeweilige Werbeeinschaltung angezeigt wird.