Neue Klage gegen Googles Adwords
Google muss sich wegen seiner bezahlten Sucheinträge in seinem Werbe-Service Adwords erneut mit einer Klage auseinander setzen.
Diesmal hat der US-Raumausstatter American Blind and Wallpaper Factory, der online Vorhänge, Tapeten, Beleuchtungskörper und Ähnliches vertreibt, den Suchmaschinenbetreiber und dessen Partner AOL und Netscape vor einem New Yorker Bundesgericht verklagt.
American Blind and Wallpaper Factory wehrt sich dagegen, dass Google Begriffe wie "American wallpaper" und "American blind" als Schlüsselwörter benutzt, nach deren Eingabe bezahlte Sucheinträge von Konkurrenten des Unternehmens auftauchen.
"Wir geben Jahr für Jahr Millionen von Dollar aus, um unsere Marke zu promoten. Daher können wir es nicht zulassen, dass Google unseren Konkurrenten erlaubt, aus unserem Markennamen Profite zu ziehen", begründete Unternehmenschef Steve Katzman das gerichtliche Vorgehen.
Keine fremden Keywords bei GoogleRechtslage unklar
Google selbst war im November vorigen Jahres vor ein US-Bundesgericht im kalifornischen San Jose gegangen, um eine Gerichtsentscheidung über seine "Keyword"-Suche zu erreichen.
Dies diesbezügliche Rechtslage ist in den USA derzeit unklar - vor allem was die Verantwortlichkeit von Suchmaschinenbetreibern bezüglich Markennamen bei bezahlten Sucheinträgen betrifft.
Eine ähnliche Auseinandersetzung wie zwischen Google und American Blind and Wallpaper Factory hat sich in den vergangenen Jahren zwischen Playboy und Netscape abgespielt. Der Fall wurde per Vergleich beigelegt. Über die genauen Bedingungen des Vergleichs wurden keine Angaben gemacht.
