Toll Collect nur durch Export profitabel
Der deutsche Lkw-Mau-Betreiber Toll Collect hält trotz der Probleme beim Einbau der Erfassungsgeräte am 1. Jänner als neuem Starttermin fest.
Alle technischen Voraussetzungen für die Einführung seien geschaffen, so Geschäftsführer Christoph Bellmer, mehrere Tests erfolgreich absolviert.
Für die Mutterkonzerne DaimlerChrysler und Deutsche Telekom dürfte sich der milliardenschwere Mautauftrag auch auf lange Sicht - er läuft über zwölf Jahre - allerdings nicht rechnen.
Bisher sei weit über eine Milliarde Euro in die Vorbereitungen geflossen, die Gesamteinnahmen werden auf knapp unter drei Milliarden jährlich beziffert. Davon geht das meiste an den deutschen Staat.
Nachdem zahlreiche technische Probleme den programmgemäßen Start der deutschen Lkw-Maut Ende letzten Jahres verzögert hatten, klagt Betreiber Toll Collect nun über den schleppenden Einbau der notwendigen Geräte.
"Endspurt" für deutsches MautsystemExport als Chance
Er kann die Einnahmenhöhe beeinflussen, indem er die Maut von derzeit durchschnittlich zwölf Cent pro Kilometer erhöht oder auf weitere Straßen oder Fahrzeugklassen ausdehnt.
In die schwarzen Zahlen kann das System allerdings kommen, wenn mit dem jetzt gezahlten Lehrgeld in anderen Ländern Mautsysteme errichtet werden.
Laut Bellmer sind erste Anfragen unterwegs. Die britische Regierung hat internationale Konzerne um Vorschläge gebeten - darunter T-Systems und DaimlerChrysler Systems.
