30.08.2004

HANDY.AT

Mobilfunk-Penetration flacht weiter ab

Am österreichischen Mobilfunkmarkt tobt der Preiskampf ungebrochen, am meisten konnte bisher der viertgrößte Anbieter tele.ring profitieren.

Während die Tochter des US-Konzerns Western Wireless bei den Kunden um 3,9 auf 10,2 Prozent zulegte, mussten die Mitbewerber Einbußen hinnehmen.

Der Marktführer mobilkom austria verlor leicht von 43,5 auf 42,3 Prozent, T-Mobile etwas mehr von 29,2 auf 26,6 und One von 21,0 auf 19,0 Prozent Marktanteil, teilte die mobilkom am Montag mit.

Insgesamt halte man in Österreich bei einer Handy-Penetrationsrate von 91,8 Prozent, was den Trend zum Zweit- und Dritthandy sowie weg vom Festnetz widerspiegle, meint mobilkom-Chef Boris Nemsic.

Mehr Wettbewerb erwartet

Im ersten Halbjahr seien die Akquisitionskosten gegenüber dem Vorjahreszeitraum pro Kunden gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 93 auf 110 Euro gestiegen. Der durchschnittliche Umsatz pro Kunden sei hingegen mit 33,3 Euro nahezu gleich geblieben.

Die Jahre des "wilden Wachstums" seien vorbei, so Nemsic, der aber weitere Preissenkungen oder eine stärkere Handystützung in Zukunft nicht ausschließen wollte. Nemsic erwartet wie seine Mitbewerber eine Verschärfung des Wettbewerbs durch die Einführung der Rufnummernportabilität im Oktober 2004.

Vorwürfe der Mitbewerber, die Mobilkom könnte die Umsetzung verzögern, da sie nach Branchenschätzung am meisten Kunden verlieren könnte, wies er zurück. Man werde pünktlich starten und weiter auf Innovation und Qualität setzen, so Nemsic.

Im lukrativen Geschäftskundenmarkt betreut die mobilkom nach eigenen Angaben mehr als zwei Drittel aller Businesskunden.