Töchter treiben Umsatz der mobilkom
Die mobilkom austria Gruppe, Tochter der börsenotierten Telekom Austria [TA], macht bereits 20 Prozent des Gesamtumsatzes mit ihren Auslandstöchtern siMobil [Slowenien], VipNet [Kroatien] und Mobilkom Liechtenstein.
In Slowenien wurde das Betriebsergebnis [EBIT] im ersten Halbjahr mit 100.000 Euro gegenüber dem Vorjahr ins Plus gedreht, der Umsatz erhöhte sich um zwei Prozent auf 40 Mio. Euro. Das EBITDA wurde um 35,5 Prozent auf 9,2 Millionen gesteigert. Mit 23,4 Prozent Marktanteil liegt siMobil an zweiter Stelle.
In Kroatien konnte der Umsatz um 14,9 auf 167,1 Mio. Euro gesteigert werden, während das EBIT um 11,3 Prozent auf 24,3 Mio. Euro einbrach. Grund dafür sei eine Aufstockung des Mobilkom-Anteils an VipNet gewesen, so VipNet-Chef Dino Dogan. Der Marktanteil liegt derzeit bei 50,1 Prozent.
Sehr zufrieden gab er sich mit dem SMS-Geschäft, wo man mit 72 SMS pro Monat und Kunden zu den europäischen Spitzenreitern zähle.
Die mobilkom austria steigerte im 1. Halbjahr 2004 das Betriebsergebnis um 2,9 Prozent auf 188,8 Mio. Euro und legte beim Umsatz um drei Prozent auf 817,3 Mio. Euro zu. Insgesamt habe man 4,78 Mio. Kunden, ein Plus seit Jahresbeginn von 42.000, erklärte mobilkom-Chef Boris Nemsic.
TA übertrifft Analysten-ErwartungenExpansions-Politik wird fortgesetzt
Erfreulich sei auch das Geschäft in Liechtenstein, wo der durchschnittliche Umsatz pro Kunden mit 77 Euro rund doppelt so hoch sei wie in Österreich. Außerdem habe man die Kundenzahl um 31,8 Prozent auf 2.900 steigern können.
Ob der guten Zahlen, insbesondere den Zuwächsen in Südeuropa, hält Nemsic an seiner Expansionspolitik fest. Der bulgarische Anbieter MobilTel sei weiter im "Fokus", so Nemsic.
Sehr zufrieden zeigte sich Mobilkom-Marketingchef Hannes Ametsreiter mit dem Datengeschäft, so würden bereits eine Mio. Kunden GPRS nutzen, der Datenumsatz betrug aber durchschnittlich nur 3,1 Euro.
Noch heuer will die mobilkom mit der Bewerbung von UMTS-Diensten starten. Bisher wurde nur die UMTS-Datenkarte fürs Laptop beworben, von dieser habe man bisher 1.500 Stück verkauft, so Ametsreiter.
Für Bosnien habe die mobilkom eine Angebot gelegt und hoffe weiter auf einen Einstieg in den serbischen Markt. Nemsic rechnet zwar heuer nicht mehr mit einem unterschriftsreifen Vertrag, das eine oder andere Engagement könne aber noch konkretisiert werden.
Mobtel-Übernahme wird wahrscheinlicherKonstante Mitarbeiterzahl
Konstant geblieben sei die Zahl der Mitarbeiter - für Österreich arbeiten demnach 2.332 Personen, für die ganze Gruppe mitsamt den Auslandsbeteiligungen 3.650.
An eine Reduktion sei nicht gedacht. Insgesamt hätten sich im ersten Halbjahr die Kosten die Personalkosten um 8,3 Mio. Euro erhöht, was in erster Linie auf die im Laufe der Zeit steigenden Gehälter zurück zu führen sei.
Zum Scheitern der Fusion zwischen Telekom Austria [TA] und Swisscom meinte Nemsic, der auch im Telekom-Vorstand sitzt: "Der TA-Vorstand war sicher nicht schuld. Wer sonst, weiß ich nicht". An seiner Strategie werde sich jedenfalls nichts ändern.
