23.08.2004

FÖRDERUNG

USA auf Breitband-Überholspur

Die USA lassen sich die Einführung von Breitband-Internet in unerschlossenen ländlichen Gebieten durchaus etwas kosten.

1,4 Milliarden Dollar an Fördergeldern wurden 2003 im Rahmen des "Rural Broadband Loan Program" ausgeschüttet. Heuer werden es nicht weniger sein, zur Jahresmitte 2004 waren 700 Millionen USD entweder schon ausbezahlt oder in der Warteschlange.

Der überwiegende Teil der Gelder geht in das Upgrade von kleineren Ortsnetzen in Kleinstädten und Gemeinden unter 20.000 Einwohnern. Das kann entweder die Aufrüstung mit xDSL für örtliche Telefonie-Switches bedeuten, die Umrüstung eines TV-Kabelnetzes oder aber die Förderung eines WLAN-Netzes.

WLAN-Anteil 30 Prozent

Auch ist die Zugangsweise zur Förderung in den USA eine Andere als hier zu Lande. Die Direktorin des "Rural Utilities Service" im US-Landwirtschaftsministerium definiert es als ihre Aufgabe, die Wichtigkeit einer Breitbandverbindung im Alltagsleben auch den Bewohnern des flachen Landes nahezubringen.

Es könne nicht angehen, dass man sich noch mit Modemverbindungen zufrieden gebe, sagte Hilda Gay Legg dem Branchendienst RCR Wireless: "Wenn wir unsere Ortsbewohner einmal in's Breitband gelockt haben, werden sie ihr Modem nie wieder zurückhaben wollen."

Das drahtlose Internet ist auch unter den Förderungen im Vormarsch. Dreißig Prozent aller bewilligten Förderungen beträfen verschiedenste WLAN-Anwendungen, sagte Legg weiter. Gefördert werden sowohl Netze mit Lizenzpflicht wie auch freie Netze.

Der WLAN-Anteil bezieht sich auf die Anzahl der geförderten Projekte und nicht auf die Summe der Förderungen. Naturgemäß liegen die Kosten für DSL-Umrüstung um ein Vielfaches höher als etwa der Aufbau eines örtlichen WLAN-Netzes.