Google muss um Gmail zittern
Nach der Aufregung um den Börsengang des Suchmaschinenbetreibers Google, hat man die Streitigkeiten rund um das Freemail-Service Gmail, das im April in einer Betaversion gestartet wurde, fast wieder vergessen.
Das Webmail, das ein Gigabyte an Speicherkapazität bietet und im Gegenzug die Inhalte der Mails für Werbeschaltungen scannt, muss jetzt auch um seinen Namen zittern.
Laut US-Patent- und Trademark-Behörde steht Google bei den Anwärtern für die Rechte auf den Namen Gmail nur auf Platz vier.
In Europa stellt eine britische Firma Anspruch auf die Marke Gmail. Eine Tochterfirma des Online-Finanzdienstleisters Market Age betreibt seit 2002 in 80 Ländern ein webbasiertes Mail-Service mit dem Namen Gmail.
Streit um Marke "Gmail"Nur wenige Tage vor Google haben sich nämlich die Firmen Cencourse und Precision Research, sowie die "Gospel Music Association" aus Tennessee für den Namen registriert und sind daher vor Google gereiht.
Google hat den möglichen Verlust mehrerer Trademarks auch bereits in den Risiko-Faktoren für seinen Börsengang genannt.
Bei den Services AdSense, AdWords, Blogger, Froogle oder PageRank handelt es sich nämlich ebenfalls um nicht registrierte Trademarks.
Googles lange erwartete Online-Aktienauktion ist am Freitag gestartet. Mit der Auktion wird auch der Ausgabepreis der Anteilsscheine ermittelt. Der endgültige Aktienpreis für den Börsengang soll in der kommenden Woche bekannt gegeben werden.
Google startet Online-Aktienauktion
