Schlappe für TorrentSpy
Der US-Filmindustrieverband MPAA hat sich vor einem US-Gericht gegen die Betreiber des Torrent-Trackers TorrentSpy durchgesetzt.
Ein US-Gericht stoppte ein Verfahren gegen TorrentSpy und bescherte damit dem US-Filmindustrieverband MPAA einen Erfolg. TorrentSpy habe Beweismittel zurückgehalten und zerstört. Ein faires Verfahren sei unter solchen Bedingungen nicht mehr möglich, urteilte die kalifornische Richterin Florence-Marie Cooper am Dienstag.
Mit Schuldspruch gleichzusetzen
Der Stopp des Verfahrens ist mit einem Schuldspruch für die Torrent-Community-Betreiber wegen Copyright-Verletzungen gleichzusetzen. Das Gericht will im nächsten Jahr über die Schadenersatzsumme und eine mögliche Schließung der Site entscheiden, berichtete das "Wall Street Journal".
Berufung angekündigt
Der Anwalt der TorrentSpy-Betreiber bezeichnete das Vorgehen des Gerichts gegenüber CNet als "unfair" und kündigte eine Berufung an. Die MPAA zeigte sich naturgemäß erfreut und sprach von einem "bedeutenden Sieg für die Hollywood-Studios".
Die Betreiber der Torrent-Tracker-Site waren im August von dem Gericht dazu verpflichtet worden, die Log-in-Daten aller US-Nutzer zu speichern. TorrentSpy, dessen Server in den Niederlanden stehen, hat auf das Urteil mit dem Aussperren von US-Nutzern reagiert.
