Roxio konzentriert sich ganz auf Napster
Roxio, die Firma hinter dem Online-Musikservice Napster, will sich ganz auf das Musikgeschäft konzentrieren.
Die Firma werde ihre Software-Abteilung verkaufen und sich in Napster umbenennen, gab Roxio bekannt. Sonic Solutions übernimmt für 80 Millionen Dollar Roxios Software-Palette für CD- und DVD-Kopiersoftware sowie Foto- und Videobearbeitung.
Der digitale Musikmarkt soll auch in Zukunft weiter wachsen. Obwohl weiter abgeschlagen hinter iTunes, erwirtschaftet Napster allein rund acht Millionen Dollar im Quartal und will für das laufende Finanzjahr einen Umsatz zwischen 30 und 40 Millionen Dollar erreichen.
Bei der Bekanntgabe der Umformierung legte Roxio auch Details zum wirtschaftlichen Erfolg Napsters offen.
Der Deal wird Napster zudem ausreichend Geld einbringen, um Marketingaktivitäten und Investitionen zu verstärken.
Gratis-MP3-Player für Napster-NeukundenAbos bringen mehr Einnahmen
Mehr als die Hälfte der Einnahmen aus dem Musikmarkt rührt aus Abonnements, die im Gegensatz zu Apples Strategie steht, Geld für jeden einzelnen Song zu verlangen. 1,1 Millionen Dollar kommen von MP3-Playern mit Napster-Logo, die Roxio an Partner verkauft.
Im ersten Quartal 2005 erwirtschaftete die gesamte Firma Roxio einen Nettoumsatz von 29,9 Millionen Dollar, im Vorjahresquartal waren es 24,2 Millionen.
Laut Napster liegen die Bruttomargen bei einzelnen Song-Downloads bei rund zehn Prozent, beim favorisierten Abo-System jedoch bei nicht ganz 40 Prozent. Mit seinen Aktionen für US-Universitäten habe man dort substanziell an Boden gewonnen, so Roxio, allerdings sei auf Grund des Preisnachlasses kein Gewinn für Napster möglich.
Derzeit testet Napster eine neue Version seines Service auf Basis von Microsofts Kopierschutzsystem Janus, welches die Übertragung von Downloads auf mobile Geräte ermöglichen und im Herbst starten soll.
Der Boom der digitalen Musik-Player
