"Messenger"-Start wurde verschoben
Wegen schlechter Wetterbedingungen hat die US-Weltraumbehörde NASA den Start ihrer Raumsonde "Messenger" zum Planeten Merkur verschoben.
Dicke Wolkenschichten hätten den Start unmöglich gemacht, teilte das NASA-Kontrollzentrum am Montagmorgen in Cap Caneveral mit. Ob ein Start am Dienstagmorgen möglich ist, war zunächst noch unklar
Erstmals seit 30 Jahren will die NASA wieder eine Raumsonde zum Planeten Merkur schicken.
Der sonnennächste Planet ist zwar seit mindestens 3000 Jahren bekannt, aber noch immer kaum erforscht. Erst die Hälfte der Oberfläche hat die bislang einzige Merkur-Sonde, "Mariner 10", kartiert.
Die rund 500 Kilogramm schwere NASA-Sonde, die von einem Schild aus Spezialkeramik gegen die intensive Sonnenstrahlung geschützt wird, hat acht Instrumente an Bord und soll den Merkur ein Jahr lang umkreisen.
Bilder vom Mars
Während der Merkur noch weitgehend unbekannt ist, bekommt man
immer mehr Bilder vom Mars zu sehen. Die europäische Raumsonde "Mars
Express" hat im Frühjahr spektakuläre Aufnahmen vom größten Vulkan
des Sonnensystems zur Erde geschickt.
ESA-Sonde knipst gewaltigen Mars-Vulkan2011 in Merkur-Umlaufbahn
Bevor sie 2011 in seine Umlaufbahn einschwenkt, wird "Messenger" 2008 und 2009 den Planeten drei Mal passieren. Insgesamt 15 Mal wird die Sonde auf ihrer fast acht Milliarden Kilometer langen Reise die Sonne umrunden und dabei im kommenden Jahr auch an der Erde und in den beiden Folgejahren an der Venus vorbeifliegen.
Zu den wichtigsten Aufgaben der knapp 350 Millionen Euro teuren Expedition gehört auch die Untersuchung der geologischen Geschichte des Merkur, auf dessen zernarbter Oberfläche unter anderem ein System bogenförmiger Bergrücken entdeckt wurde.
Außerdem soll das von "Mariner 10" entdeckte Magnetfeld erforscht werden, das etwa ein Prozent so stark ist wie das irdische.
