01.08.2004

HOLZHAMMER

Digicam-Speicherkarten im Härtetest

Gerade zur Urlaubszeit erleben auch Digitalkameras ihre Hochsaison.

Doch manchen User befällt angesichts der teils fragil aussehenden Speicherkarten seiner Digicam Zweifel ob ihrer Haltbarkeit und Resistenz bei Touren durch antike Stätten oder Serienaufnahmen vom sandigen Badestrand.

Solche Bedenken sind laut einem Test des britischen Fachmagazins "Digital Camera Shopper" aber unbegründet.

Demnach sind die meisten in Digicams eingesetzten Speicherkarten de facto unverwüstlich, auch wenn die Kamera selbst nicht mehr einsatzbereit ist.

Vom Schongang bis zum Annageln

Dem Test wurden fünf verschiedene Speicherkarten-Formate unterzogen: CompactFlash, Secure Digital, xD, Memory Stick und Smartmedia.

Sie mussten sich extremen Anforderungen wie einem Durchgang in der Waschmaschine, Vollbädern in Cola und Kaffee sowie der Belastung durch ein Spielzeugauto und einem Skateboard stellen, um sich schließlich noch der Herausforderung eines Sechsjährigen mit dem Auftrag zur Zerstörung zu stellen.

Alle Formate überlebten die Anforderungen, einige mussten aber bei den Abschlusstests passen: Von einem Holzhammer zertrümmert und an einen Baum genagelt zu werden.

Doch selbst hier konnten mit Hilfe der Recovery-Software "Ontrack Data Recovery" von xD- und Smartmedia-Cards noch Bilder ausgelesen werden.

Schnelle Zugriffszeiten

Neben der Stabilität und höheren Kapazitäten bieten neue Speicherkarten auch immer schnellere Zugriffszeiten.

Anfang Juni hat das US-Unternehmen Pretec Electronics eine Speicherkarte vorgestellt, die Eigenangaben zufolge die weltweit schnellste Übertragungsrate erreicht.

Die MultiMediaCard [MMC] fasst zwei Gigabyte an Daten und kann sie mit bis zu 18 Megabyte pro Sekunde Daten schreiben. Dies ist besonders wichtig bei Geräten wie Digicams, wo langsamen Speichern die Möglichkeit für neue Aufnahmen verzögert.