Wachstumsexplosion bei Digicams
Das Ausmaß der Weltproduktion von Digicams hat im Jahr 2003 Expertenschätzungen bei weitem übertroffen.
Einer Studie von Nikkei Market Access zufolge stieg die Zahl der produzierten Digicams im Vorjahr um nicht weniger als 76,1 Prozent. Im Jahr 2002 hatte die Wachstumsrate noch 59,7 Prozent betragen.
Von der Studie waren Billig-Cams ohne LC-Display ausgenommen.
Wie die Studie weiter ausführt, wird der Trend 2004 wohl kaum in der gleichen Stärke fortgeführt werden können. Vor allem USA und Europa haben ein derart rasantes Wachstum vorgelegt, dass dieses zwangsläufig im Jahr 2004 einbrechen muss. Weltweit sollen heuer um 20 Prozent mehr Digicams als im Vorjahr verkauft werden - insgesamt knapp 60 Mio. Stück.
Wachstumsverdoppelung in Europa
Schon im November 2003 musste Nikkei Market Access seine
Prognosen nach oben korrigieren, nachdem das Jahresziel bereits im
November erreicht war. Am stärksten trug Europa zum Wachstum bei, wo
sich die Zahl der ausgelieferten Digicams verdoppelte.
Digicams überflügeln analoge KamerasJapanischer Markt liebt flache Digicams
Der japanische Markt hingegen, einst stets führend in puncto Wachstumsrate, wuchs nur um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dort verhalfen vor allem flache Digicams a la Casios "Exilim" sowie Modelle über vier Megapixel dem Markt zu neuen Rekordmarken.
Stärkste Marken weltweit sind Sony und Canon, die derzeit auf dem Digicam-Markt nahezu gleichauf liegen. Laut Studie soll sich der Kampf zwischen den beiden Digicam-Titanen heuer verstärken. Jeder der beiden Hersteller will mehr als 20 Prozent Marktanteil erreichen.
Asien holt 2004 wieder auf
Heuer und in den kommenden Jahren soll der Markt um rund 25
Prozent jährlich wachsen. Nach einem explosiven Jahr für die USA und
Europa sollen diese Regionen wieder weniger stark wachsen, während
Asien wieder aufholt.
Japans Elektronikindustrie im Aufwind
