China kämpft gegen Raubkopien
Einige Wochen nachdem Washington Peking ermahnt hat, sich mehr im Kampf gegen Produkt-Piraterie einzusetzen, gaben nun chinesische und US-Beamte erste Erfolge bekannt.
Sie haben einen Piraterie-Ring mit sechs Mitgliedern ausgehoben, der von Shanghai aus raubkopierte DVDs vertrieb.
Dabei wurden ganze Räume voll mit illegalen Kopien von Blockbustern wie etwa "Shrek 2" beschlagnahmt. Dennoch ist Produkt-Piraterie weiterhin ein großes Problem in China, wo es in nahezu jedem Häuserblock Geschäfte für DVD-Raubkopien gibt, in denen die Blockbuster oft noch vor der Kinopremiere erhältlich sind. Dabei zählen auch nicht selten chinesische Polizisten zu den Kunden.
China als Opferlamm
China sieht sich selbst, zumindest was Musik-Piraterie betrifft,
in der Opferrolle. Wie Wang Ziqiang, Sprecher der nationalen
Copyright-Verwaltung mitteilte, würden Raubkopien vor allem aus
anderen Ländern nach China geschmuggelt und dann dort in den
Geschäften verkauft.
China sieht sich als Opfer von CD-Piraterie1.000 Raubkopien täglich geschmuggelt
Unter den sechs festgenommenen Personen, finden sich zwei US-Staatsbürger, die beschuldigt werden jeden Tag bis zu 1.000 Raubkopien aus China hinausgeschmuggelt zu haben. Für die Vergehen drohen bis zu fünf Jahren Gefängnis, die US-Bürger werden ausgeliefert.
Laut Schätzungen sind etwa ein Fünftel der insgesamt rund 100.000 in China produzierten DVDs in den USA gelandet, wo sie über Online-Shops verkauft wurden.
China schätzt weiters, dass der Marktwert von Fälschungen [Musik, Filme, Software, ...] in China jährlich zwischen 19 und 24 Milliarden Dollar ausmacht.
