13.04.2004

LAMM

China sieht sich als Opfer von CD-Piraterie

China, oft wegen des großen Aufkommens von Raubkopien kritisiert, sieht sich nun selbst als Opfer von CD-Piraterie.

Wie Wang Ziqiang, Sprecher der nationalen Copyright-Verwaltung mitteilte, würden Raubkopien vor allem aus anderen Ländern nach China geschmuggelt und dann dort in den Geschäften verkauft. Seiner Meinung nach werden selbst in China produzierte Raubkopien mit ausländischem Equipment hergestellt.

Wang sieht durch Raubkopien vor allem Gefahren für die chinesische Wirtschaft, die Steuereinnahmen und das Image Chinas.

Millionen-Lieferungen per Cargo-Schiff

Seit 1996 haben chinesische Zollbeamte laut Wang insgesamt 300 Millionen Raubkopien konfisziert, der Großteil davon stamme aus dem Ausland.

Mit Cargo-Schiffen werden laut Wang bis zu vier Millionen Raubkopien auf einen Schlag nach China geschmuggelt.

In der südchinesischen Provinz Guangdong wurden zuletzt 4,77 Millionen raubkopierte CDs beschlagnahmt, die laut Wang aus chinesischen Nachbarländern stammen.