22.07.2004

BURN IT

Musikpiraterie wächst langsamer

Die weltweite Musikpiraterie nimmt dank verstärkter Polizeiaktionen nicht mehr so stark zu wie in den vergangenen Jahren, wie die Branche zufrieden feststellt.

Dennoch sei die Lage immer noch höchst alarmierend, teilte der internationale Branchenverband IFPI am Donnerstag in seinem Jahresbericht in London mit.

Als größte Schwachstellen im Kampf gegen die Musikpiraten nannte der IFPI zehn Staaten: Brasilien, China, Mexiko, Pakistan, Paraguay, Russland, Spanien, Taiwan, Thailand und die Ukraine. Der größte Markt für Musikpiraten sei China mit 600 Millionen USD, gefolgt von Russland mit 330 Millionen USD.

Als Folge des verschärften Vorgehens der Polizei sei die Zahl der beschlagnahmten Raubkopien 2003 um zehn Prozent gestiegen. Illegale Fabriken, die zusammengenommen die CD-Märkte von Deutschland und Frankreich hätten versorgen können, seien außer Betrieb genommen worden.

Dieser Weg müsse nun weiter beschritten werden, forderte Berman. Alle Staaten müssten die Urheberrechtsgesetze verschärfen und Verstöße dagegen aggressiver verfolgen. Außerdem forderte der IFPI harte Strafen für Musikpiraten und eine strengere Regulierung der CD- Herstellung, um das Entstehen illegaler Produktionsstätten zu erschweren.