Samsung verdreifacht Quartalsgewinn
Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung Electronics hat den Gewinn im abgelaufenen Quartal vor allem dank reger Nachfrage nach Flachbildschirmen und Speicherchips fast verdreifacht.
Der weltweit drittgrößte Handyhersteller hob zudem im Gegensatz zum trüben Ausblick des Weltmarktführers Nokia seine Absatzerwartungen bei Mobiltelefonen für das Gesamtjahr an.
Im zweiten Vierteljahr stieg der Nettogewinn um 177 Prozent auf umgerechnet rund 2,2 Milliarden Euro, wie das Unternehmen, das auch weltgrößter Speicherchip-Hersteller ist, am Freitag mitteilte. Samsung lag damit im Rahmen der Analystenerwartungen.
Ergebnis soll stagnieren
Im Vergleich zum ersten Quartal fiel der Nettogewinn jedoch um
0,3 Prozent geringer aus. Der Umsatz stieg um mehr als 50 Prozent
auf 10,4 Milliarden Euro. Analysten warnten jedoch, dass das
Ergebnis in der zweiten Jahreshälfte wegen voraussichtlich sinkender
Preise für Handys und Flachbildschirme wohl bestenfalls stagnieren
werde.
Sony und Samsung bauen zusammen LCDs65 Mio. Handys sollen 2004 verkauft werden
Für 2004 hob Samsung seine Handy-Absatzprognose an auf 86 Millionen Mobiltelefone von zuvor erwarteten 65 Millionen Geräten. Das Unternehmen, das verstärkt auf Klapp-Handys mit Farbbildschirmen und eingebauter Kamera setzt, hatte im vergangenen Jahr 55,6 Millionen Stück verkauft.
Im abgelaufenen Quartal verkaufte Samsung eine Rekordzahl von 22,7 Millionen Mobiltelefonen nach 20,1 Millionen im ersten Quartal. Die Gewinnmarge bei Handys sank allerdings wegen eines härteren Wettbewerbs in den USA und gestiegenen Werbekosten auf 16 Prozent von 26 Prozent.
Im laufenden dritten Quartal rechnet das Unternehmen wieder mit leicht steigenden durchschnittlichen Handy-Preisen, da mehr Geräte aus dem oberen Preissegment auf den Markt kommen sollen.
