08.07.2004

STUDIE

Österreich beim M-Payment führend

Südkorea, Singapur, Norwegen und Österreich haben die am besten entwickelten Märkte für mobiles Bezahlen [M-Payment].

Deutschland, die Schweiz und China liegen im Mittelfeld, als "Entwicklungsländer" in diesem Bereich gelten die USA, Frankreich und Kolumbien. Zu diesem Ergebnis kommt eine noch nicht publizierte Studie des internationalen Unternehmensberaters Arthur D. Little [ADL].

"Es wird noch lange dauern, bis wir im Geschäft mit dem Handy bezahlen. Kurzfristig schaut es für M-Payment schlecht aus, aber ab 2006 tut sich was", so ADL-Consulter Johan Karlsson. In Asien seien die Erwartungen höher, zwischen Ost- und Westeuropa bestünden dagegen kaum Unterschiede.

Für Konsumenten seien Nutzen, Sicherheit und Kosteneffizienz die Hauptbeweggründe für mobiles Bezahlen.

Mehrwert zählt

"Die User sind nicht bereit, mehr zu zahlen als bei traditionellen Transaktionen, außer sie haben einen Mehrwert. Die Verlängerung des Parkscheins per SMS ist so ein Mehrwert, da stören die zusätzlichen Kosten für die Kurznachricht kaum", meint Karlsson.

Vorteile durch M-Payment sieht der Consulter auch für Händler, die neue Kunden ansprechen, oder Online-Shops, die so das Betrugsrisiko reduzieren könnten.

Banken seien hingegen zurückhaltend und würden kaum in Bereiche investieren, in denen sie bereits eine starke Stellung haben. Mobilfunker versuchten hingegen, den sinkenden Umsätzen mit Sprachdiensten das Geschäft mit dem mobilen Bezahlen entgegen zu setzen.

Stolpersteine auf dem Weg zu einem größeren Markt für M-Payment sieht ADL in der fehlenden Standardisierung, den hohen Investitionskosten und der [noch] bestehenden Vorliebe der Kunden für traditionelle Bezahlmethoden.