Sun öffnet Java teilweise
Sun Microsystems will Teile von Java quelloffen machen. Auch der Quellcode der noch im Experimentierstadium befindlichen GUI [Graphical User Interface] "Looking Glass" soll offengelegt werden.
Die Offenlegung der Looking Glass-Quellcodes und der darunterliegenden "Java 3D"-Software soll bei Entwicklern und Softwarehäusern Interesse für die Plattform wecken.
Für große und leistungsstarke Desktop-Anwendungen wurde Java bislang immer als zu langsam angesehen.
Desktop-Gefahr für MS
Nachdem sich bis jetzt alle Versuche, Microsoft im Bereich
Büroanwendungen nennenswerte Marktanteile abzunehmen, durchwegs als
unzulänglich erwiesen hatten, ist derzeit ein Angriff dreier
Großrivalen des Redmonder Konzerns, darunter auch Sun, in Gang.
Großangriff auf Microsoft im BüroWeitere Software-Projekte geöffnet
Sun will darüber hinaus noch zwei weitere Software-Projekte quelloffen machen: Die "JDesktop Network Components" zur Entwicklung von Anwendungen mit Schaubildern, Tabellen und Forms, sowie die "JDesktop Integration Components", um Java-Desktop-Software mit bereits bestehenden Anwendungen wie E-Mail-Programmen und Browsern zu verknüpfen.
Details zur genauen Ausgestaltung der Open Source-Lizenzen muss Sun erst noch ausarbeiten. Um Zugriff auf das Java 3D-Projekt zu erhalten, müssen Programmierer jedoch ein "Joint Copyright Assignment" unterzeichnen, das derzeit jedoch noch nicht zur Verfügung steht.
