TV-Revolution durch Festplattenrecorder
Die Kombination von Pay-TV und Festplattenrecorder wird nach Ansicht der Astra-Satellitenbetreibergesellschaft in den nächsten fünf Jahren den Fernsehkonsum revolutionieren.
Der Personal Video Recorder [PVR] werde die Digitalisierung des Fernsehens vorantreiben, so SES-Astra-Präsident Ferdinand Kayser.
Ein Anbieter außerhalb Deutschlands, den er nicht namentlich nannte, plane die Einführung eines Angebots, 20 Topfilme in Realzeit auf den PVR abzurufen und aus einer Bibliothek von 1.000 Filmen auszuwählen, die ständig aktualisiert werde.
Hunderte Stunden Aufnahmezeit
Ausgehend von Japan, wo die Verkaufszahlen rasant nach oben
klettern, beginnen sich Festplatten-Videorecorder mit eingebautem
DVD-Brenner durchzusetzen. Das Konzept ist simpel: Auf der
Festplatte können mehrere hundert Stunden Video gespeichert werden;
die wichtigsten werden dann auf DVD gebrannt.
Festplatten statt VideokassettenBranche ohne Angst vor PVR
Anders als vor Jahren bei der Einführung des VHS-Videorecorders sehe die Branche die Aufzeichnungsmöglichkeit nicht als Bedrohung der Fernsehsender an, sondern als ein neues Betätigungsfeld für sie.
Die Geschäftsführerin des deutschen Verbandes Privater Rundfunk und Telekommunikation [VPRT], Ursula Adelt, betonte hierzu, vielen TV-Konsumenten sei heute nicht mehr ein großer Speicher mit vielen Filmen wichtig, sondern die Möglichkeit, sich spontan für einen Film zu entscheiden.
Das sei durch den Abruf auf den PVR viel schneller möglich als beim Gang zur Videothek.
Premiere-Aktion zu Weihnachten
Der deutsche Pay-TV-Anbieter Premiere hat bereits eine PVR-Aktion
zu Weihnachten angekündigt, mit der unter Umständen in einem neuen
Geschäftsmodell einzelne Filme gegen Gebühr abgerufen werden können.
Online-Filme kommen ab 2004
