21.11.2003

PATSCHENKINO

Online-Filme kommen ab 2004

Hollywood setzt auf Direktvertrieb von Filmen über das Internet - und zwar im Anschluss an die Premiere, also noch bevor sie als DVDs oder Videokassetten in den Videotheken erhältlich sind.

"Wir wollen das Internet benützen", bekräftigte Jack Valenti, Geschäftsführer der Motion Picture Association of America [MPAA], am Donnerstag in einem Interview.

Valenti rechnet damit, dass sich für den Vertrieb in Form von Downloads bzw. als Video-on-demand binnen eines Jahres ein geeigneter Schutzmechanismus finden werde. Das System werde gerade in Zusammenarbeit mit Microsoft, Hewlett-Packard und mehreren Universitätsinstituten entwickelt.

Solange sich der Diebstahl lohnt

Pläne für eine groß angelegte Klagekampagne wie jene der Recording Industry Association of America [RIAA] gegen Benutzer von Tauschbörsen gebe es momentan nicht, sagte Valenti.

Ausschließen wolle man jedoch nichts, zumal die Klagen der RIAA dazu geführt hätten, dass Coyprights ganz allgemein ernster als früher genommen würden.

Aber: "Solange sich der Diebstahl von Musik und Videos lohnt und kaum ein Risiko besteht, werden es die Leute tun."

Gewissen und Erforschung

Laut einer aktuellen Studie der US-Meinungsforscher E-Poll haben 70 Prozent der 13- bis 17-Jährigen und die Hälfte der Gesamtbevölkerung über 13 Jahre bereits Musik über Tauschbörsen bezogen.