Motorola-Chipsparte geht an die Börse
Der US-Konzern Motorola will durch den Börsengang seiner Halbleitersparte Freescale Semiconductor bis zu 2,5 Milliarden Dollar [2,07 Mrd. Euro] einnehmen.
121,6 Millionen Klasse-A-Aktien in einer Spanne von 17,50 bis 19,50 Dollar pro Stück sollen angeboten werden.
Ein Datum für den Börsengang wurde nicht genannt. Analysten rechnen mit diesem Schritt jedoch noch in diesem Sommer.
Der Motorola-Konzern hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, seine Chipsparte abzuspalten, um sich stärker auf sein Mobilfunk- und Handygeschäft zu konzentrieren.
Motorola will Halbleitergeschäft auslagernBehält Stimmrechte
Nach den Angaben soll sich die Mehrzuteilungsoption [Greenshoe] auf 18,24 Millionen Aktien belaufen. Einschließlich Gebühren sollen aus dem Börsengang bis zu 2,7 Milliarden Dollar zufließen.
Freescale kündigte zudem die Ausgabe von Schuldverschreibungen in Höhe von 1,25 Milliarden Dollar an. Die Papiere hätten eine Laufzeit von bis fünf bis zehn Jahren.
Von dem Emissionserlös aus Aktien und Anleihen sollen rund 1,5 Milliarden Dollar an den Mutterkonzern Motorola fließen. Freescale soll rund 750 Millionen Dollar erhalten.
Nach dem Börsengang würde Motorola weiterhin 278,4 Millionen Klasse-B-Aktien von Freescale halten, die anders als die A-Papiere ein fünffaches Stimmrecht haben. Bei Motorola liegen damit weiterhin 92 Prozent der Stimmrechte.
Freescale verzeichnete 2003 einen Umsatz von 4,9 Milliarden Dollar und beschäftigt 22.000 Mitarbeiter. Die Gesellschaft soll unter dem Kürzel "FSL" an der New Yorker Stock Exchange gelistet werden. Konsortialführer sind Goldman Sachs, Citigroup und JPMorgan.
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