Siebel und BEA auf Oracle-Einkaufsliste
Der US-Softwarekonzern Oracle erwägt eine Übernahme seiner Konkurrenten Siebel Systems und BEA, sollte die Übernahme von PeopleSoft scheitern.
Oracle-Chef Larry Ellison sagte am Montag in einer Videoaufzeichnung, die vor einem US-Gericht abgespielt wurde, beide Unternehmen seien potenzielle Übernahmeziele.
Damit könnte Oracle die Marktposition erreichen, die benötigt wird, um mit Rivalen wie Microsoft und IBM zu konkurrieren.
Oracle steht derzeit in einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit Kartellbehörden, welche die geplante feindliche Übernahme des kleineren Rivalen PeopleSoft im Volumen von 7,7 Milliarden Dollar verhindern wollen. Auch die EU-Kommission hat Bedenken angemeldet.
EU-Prüfung des Oracle-Angebots ausgesetztSiebel ist "zweite Wahl"
Auf die Frage, ob Oracle neben PeopleSoft weitere Software-Anbieter als Übernahmeziele betrachte, sagte Ellison: "Sicherlich. Ich glaube, ich habe öffentlich gesagt, dass Tom Siebel zu mir gekommen ist und versucht hat, mir Siebel Systems zu verkaufen."
Sollte die Übernahme von PeopleSoft scheitern, werde Oracle Zusammenschlüsse mit anderen Unternehmen prüfen, fügte Ellison hinzu.
Die Übernahme von PeopleSoft stelle jedoch die beste Option dar. Siebel bezeichnete Ellison als "zweite Wahl".
