21.06.2004

WELTRAUM

NASA will mehr private Projekte fördern

Nur Stunden nachdem der erste privat finanzierte Weltraumpilot wieder gelandet war, hat ein Vertreter der US-Weltraumbehörde NASA einen möglicherweise größeren finanziellen Anreiz für weitere solche Projekte in Aussicht gestellt.

Michael Lembeck, Mitarbeiter in der NASA-Abteilung für Explorationssysteme, kann sich vorstellen, dass die NASA Preisgelder in Millionenhöhe für die erste "sanfte Landung" auf dem Mond oder für ein Stück Asteroid, das auf die Erde gebracht wurde, auslobt.

Die NASA suche nach Innovationen, so wie sie Burt Rutan gezeigt habe. Laut Lembeck könnte die NASA zwischen zehn und 30 Millionen Dollar an Preisgeldern ausschreiben, um private Investoren für die Entwicklung von Raumschiffen begeistern zu können. Für den ersten privaten Orbitflug sei sogar die Summe von "einigen hundert Millionen Dollar" im Gespräch gewesen, so Lembeck.

Bushs ehrgeizige Weltraumpläne

Diese Vorstellungen könnten sich auch mit den Plänen von US-Präsident George W. Bush decken, der angesichts der kürzlich erfolgten erfolgreichen Landung der beiden Mars-Rover "Spirit" und "Opportunity" Pläne vorlegt, wonach die US-Bürger auf den Mond und vielleicht auch einmal auf den Mars reisen sollen.

Eine Kommission des Weißen Hauses empfahl diese Woche zu den Plänen, dass vermehrt auch die Privatindustrie eine tragende Rolle bei der zukünfitgen Weltraumerforschung spielen soll. An den US-Kongress ging die Empfehlung, "signifikante Geldpreise" dafür auszuloben.

Lembeck räumte aber ein, dass manche Weltraumprojekte auf Grund ihrer Gefährlichkeit und Kosten auch in Zukunft nur von der NASA bewältigt werden können.