Frankreich will mit Linux sparen
Nicht nur die Hauptstadt Paris evaluiert den Einsatz von Linux, ganz Frankreich will aus Kostengründen Open-Source-Software eine Chance auf den staatlichen Rechnern einräumen.
Der Minister für die öffentliche Verwaltung, Renaud Dutreil, gab ab, dass Frankreich bei der Umrüstung der rund eine Million Rechner im Staatsdienst auf Open Source setzen will, um das angeschlagene Staatsbudget zu entlasten. Er rechnet damit die Staatsausgaben für Software derart auf die Hälfte reduzieren zu können.
Dutreil gab an, dass Frankreich damit keine Krieg gegen Microsoft oder andere US-Software-Firmen starten wolle. Doch Microsoft müsse sich daran gewöhnen, "ein Anbieter unter vielen" zu sein, so Dutreil weiter.
Diese Woche hat die deutsche Stadt München das Feinkonzept und damit den Komplettumstieg der Stadtverwaltung auf Open Source genehmigt.
Regierungen setzen vermehrt auf LinuxMicrosoft will Kostenwahrheit
Christophe Aulnette, Chef von Microsoft Frankreich, kündigte an, der französischen Regierung zeigen zu wollen, dass der Hersteller Software zu einem kostengünstigen Preis anbietet. Open Source sei sehr teuer, da dabei die Kosten hin zur Verwaltung, Services, Integration und Training verschoben werde.
Der französische Linux-Distributor MandrakeSoft begrüßte erwartungsgemäß die Ankündigung. Damit werde die Präsenz der Firma der innerhalb Frankreis erhöht, so Mandrake-Präsident Jacques Le Marois.
Er rechnet sich für seine Firma auch mehr Chancen aus, ihre Lösungen anderen Regierungen verkaufen zu können.
