Infineon gibt DRAMs nicht her
"Wir trennen das DRAM-Geschäft weder vom Rest des Unternehmens ab, noch verkaufen wir es", sagte der Finanzchef der Sparte.
In Branchenkreisen war monatelang hartnäckig das Gerücht kursiert, der weltweit siebentgrößte Chiphersteller prüfe eine Trennung von seiner größten Sparte.
Finanzexperten hatten sich zuletzt für eine Abspaltung des Geschäfts ausgesprochen, das sehr schwankungsanfällig ist und hohe Investitionen erfordert, um mit ständig neuen Technologien dem Kostendruck zu begegnen.
Nach dem überraschenden Abgang des langjährigen Infineon-Vorstandschefs Ulrich Schumacher hatten die Spekulationen begonnen.
Im Geschäftsjahr 2002/03 wurde bei einem Umsatz von knapp 2,5 Milliarden Euro ein operativer Gewinn von nur 31 Millionen Euro erwirtschaftet.
Ende März war Ex-Chef Schumacher blitzartig abgegangenVerluste von 2,5 Mrd. Euro
Die DRAM-Sparte war die Hauptquelle der Verluste von mehr als 2,5 Milliarden Euro, die Infineon während der Krise der Halbleiterbranche von 2001 bis 2003 angehäuft hatte.
Derzeit befindet sich die Branche wieder im Aufschwung.
