Überhitzte PCs als heißes Geschäft
Die Temperaturen in einem PC erreichen oft bis zu 60 bis 70 Grad Celsius, heißer als das Death Valley [die höchste dort je gemessene Temperatur lag bei 56,7 Grad Celsius].
Immer mehr Firmen spezialisieren sich daher auf das Geschäft mit den Kühlkomponenten für heißgelaufene Rechner.
Dieser unerwünschte Nebeneffekt der leistungsstarke oder übertakteten Prozessoren führt zu einer Verkürzung der Lebensdauer der Computerkomponenten.
Kühllösungen haben sich zu einem attraktiven Gechäftsfeld entwickelt.
Künftige Kühlansätze
Laut Wissenschaftlern könnten springende elektrische Ladungen
Mikrochips in Zukunft ionisierte Luft zufächeln und die
herkömmlichen klobigen und lauten Prozessorkühler damit ersetzen.
"Nano-Blitze" zur ProzessorkühlungIntel setzt auf AVC
"Die optimale Wärmeabfuhr wird immer wichtiger für die Computerhersteller," so Spencer Shen von Asia Vital Components [AVC], einem der größten Hersteller von Kühlkomponenten mit einem Marktanteil von 25 Prozent. "Dabei wird eine Gesamtlösung verlangt, nicht nur einzelne Kühlteile."
Das taiwanesische Unternehmen hat seine Umsatz- und Gewinnprognosen für 2004 um 45 Prozent angehoben. Begonnen hat AVC mit der Fertigung der Kupfer- oder Aluminium-Hitzesenken für Prozessoren, nun reicht das Angebot von Lüftern über Gehäuse bis zu Metallpipes zur Wärmeleitung in Notebooks.
Das Halbleiter-Schwergewicht Intel, im Besitz von einem Prozent der Firma, setzt die AVC-Technologie in seinen Pentium-Chips ein. Auch alle namhaften PC-Hersteller - außer Dell - werden von AVC beliefert.
Wasserkühlung
Es ist zu erwarten, dass mehr Notebooks mit Wasserkühlung auf den
Markt kommen werden. Hitachi hat bereits ein erstes Gerät
vorgestellt, NEC will ein wassergekühltes Notebook noch heuer auf
den Markt bringen.
Die Zukunft der NotebooksMagnesium statt Plastik
Catcher Technology, Taiwans größter Hersteller von Magnesiumgehäusen für elektronische Gadgets, entwickelt seit Mitte der 90er-Jahre, als der Pentium II vom Pentium III abgelöst wurde, Laptop-Gehäuse.
"Ich erinnere mich noch, dass ich in Magazinen von den entstehenden Hitzeproblemen gelesen habe," so der Gründer Allen Horng.
Heute machen Notebooks 70 Prozent seines Geschäfts aus. Für 2004 erwartet er ein Umsatzanstieg von 50 Prozent, nachdem dieser 2003 bereits um 85 Prozent zugenommen hat.
"Und die Wärme ist immer noch ein Thema - auch in Zeiten des Centrinos," so Horng.
Neue Centrino-Chips ab Mitte Juli
Im März 2003 hat Intel die ersten Geräte mit dem Mobilprozessor
Centrino zur Bewältigung des Hitzeproblems am Notebook-Sektor auf
den Markt gebracht. Er benötigt bei gleicher Leistung weniger Strom
und produziert so weniger Hitze und der Akku hält länger.
Intel mit neuen Notebook-ChipsIntel hat im April 2004 bekannt gegeben, die Architektur seiner Desktop- und Mobil-Prozessoren zusammenzuführen. Ein gemeinsamer Prozessorkern mit dem Codenamen "Merom" soll ab 2007 beiden Welten mehr Effizienz bei weniger Stromverbrauch liefern.
Intel vereint Notebook- und Desktop-Chips
