Erste Amateurrakete erreicht das Weltall
Zum ersten Mal in der Raumfahrtgeschichte ist eine "Amateurrakete" ins Weltall geflogen.
Die sechseinhalb Meter lange, unbemannte und erstmals nicht von einer der großen Raumfahrtagenturen konstruierte Rakete startete am Montag in der Wüste von Nevada und erreichte binnen drei Minuten eine Höhe von über 100 Kilometern.
Das ist die offizielle Grenze zum Weltraum. Nach 15 Minuten kehrte die Rakete "GoFast" in zwei Teilen per Fallschirm zur Erde zurück.
Das "Civilian Space eXploration Team", eine Gruppe von etwa 20 Raumfahrtspezialisten, hatte seit mehreren Jahren an der Entwicklung der Rakete gearbeitet und scheiterte bei ersten Startversuchen.
Civilian SpaceFreizeit-Astronauten
In den nächsten Monaten wollen US-Hobbyforscher auch Menschen ins All schießen.
Beim "X-Prize"-Wettbewerb winken demjenigen, der es als Erster ohne finanzielle Unterstützung der Regierung schafft, ein wieder verwendbares Gefährt zu bauen, das zwei Mal innerhalb von 14 Tagen drei Personen in eine Höhe von mindestens 100 Kilometern befördert - und sie wieder heil zur Erde zurückbringt -, zehn Millionen USD Preisgeld.
Erst vor wenigen Tagen hat ein privat finanzierter Raumtransporter über der kalifornischen Mojave-Wüste einen neuen Höhenrekord aufgestellt.
Das bemannte "SpaceShipOne" des US-Flugzeugbauers Burt Rutan erreichte bei einem Testflug eine Höhe von über 63 Kilometern.
Höhenrekord von privatem US-Raumschiff
