Kennzeichnungspflicht für Funkchips
Deutschlands oberster Datenschützer hat eine Gesetzesänderung zur Regulierung von Funk-Chips [RFIDs] angemahnt, die auf die Rechte des Konsumenten Rücksicht nimmt.
Der Bundesbeauftragte für Datenschutz Peter Schaar fordert im Magazin "Focus" eine Kennzeichnungspflicht für Produkte mit Chip, sowie das Recht des Käufers, die darin gespeicherten Informationen einsehen zu können.
Nach dem Kauf müsse der Chip permanent deaktivierbar sein sagte Schaar.
Die größte US-Supermarktkette Wal-Mart hat am 1. Mai den Einsatz von elektronischen Etiketten gestartet. Die so genannten RFID-Tags [Radio Frequency Identification] sind passive Funkchips, die auf Paletten und Kartons angebracht werden und mit einem Scanner drahtlos gelesen werden können. Da jeder Chip über einen eigenen Code verfügt, können so Lieferungen vom Lager bis in die Supermarkt-Regale verfolgt werden. Zunächst werden nur ganze Paletten, im Jahr 2005 wird jede einzelne Packung damit versehen.
RFIDs bei Wal-MartDer Anfang der Diskussion
Mit der Nominierung des "Metro Extra Future Store" im deutschen Rheinberg für die deutschen Big Brother Awards hatte im Herbst 2003 eine breite Diskussion über Schnüffelchips begonnen.
Zusammen mit der US Verbraucherschützerin Katherine Albrecht entdeckte der Verein FoeBuD den in Kundenkarten versteckten RFID-Chip im "Metro
Extra Future Store". Der Metro Konzern versprach alle 10.000 ausgegebenen Funkchip-Kundenkarten umzutauschen und beendete die Aktion.
