11.05.2004

DEMENTI

Doch kein Windows-Update für Piraten

Microsoft Österreich weist drauf hin, dass die Meldung von Montag, nach der die Installation des "Service Pack 2" [SP2] für Windows XP auch für raubkopierte Versionen problemlos möglich sein soll, auf einem "Missverständnis" beruht und inhaltlich falsch ist.

Demnach wurden die Aussagen des zuständige Produktmanagers bei Microsoft, Barry Goffe, von der "ComputerTimes" schlicht falsch interpretiert.

Ob es an schwammigen Aussagen Goffes oder einem Fehler der "ComputerTimes" lag, kann Microsoft Österreich derzeit aber nicht sagen.

Richtigstellung

Laut Microsoft Österreich wird SP2 vor der Installation sehr wohl die Produkt-ID [PID] prüfen und für den Fall, dass diese sich auf einer Liste mit "Piraten-PIDs" findet, die Installation verweigern.

Das kann allerdings eingestandenermaßen nicht verhindern, dass raubkopierte Versionen etwa mit Gruppen-PIDs von Firmen mit dem SP2 versehen werden.

250 MB für die Sicherheit

Das Service Pack 2 ist je nach Konfiguration und bereits erfolgten Patches zwischen 80 und 250 Megabyte groß.

SP2 soll im Sommer auf den Markt kommen, den letzten Angaben zufolge noch im ersten Halbjahr.

Größte Neuerung im SP2 ist die Windows Firewall. Sie ist künftig standardmäßig eingeschaltet und schließt automatisch gefährdete Netzwerk-Ports. Software, die bestimmte Ports nutzt, muss erst beim User um Erlaubnis ansuchen.