Doch kein Windows-Update für Piraten
Microsoft Österreich weist drauf hin, dass die Meldung von Montag, nach der die Installation des "Service Pack 2" [SP2] für Windows XP auch für raubkopierte Versionen problemlos möglich sein soll, auf einem "Missverständnis" beruht und inhaltlich falsch ist.
Demnach wurden die Aussagen des zuständige Produktmanagers bei Microsoft, Barry Goffe, von der "ComputerTimes" schlicht falsch interpretiert.
Ob es an schwammigen Aussagen Goffes oder einem Fehler der "ComputerTimes" lag, kann Microsoft Österreich derzeit aber nicht sagen.
Die falsche Aussage
"Wir entwickeln ständig neue Technologien, um Raubkopierer zu
bekämpfen. Beim Service Pack 2 machen wir jedoch eine Ausnahme",
zitierte die "ComputerTimes" am Montag den Microsoft-Manager.
Falschmeldung: Windows-Update auch für RaubkopiererRichtigstellung
Laut Microsoft Österreich wird SP2 vor der Installation sehr wohl die Produkt-ID [PID] prüfen und für den Fall, dass diese sich auf einer Liste mit "Piraten-PIDs" findet, die Installation verweigern.
Das kann allerdings eingestandenermaßen nicht verhindern, dass raubkopierte Versionen etwa mit Gruppen-PIDs von Firmen mit dem SP2 versehen werden.
Microsoft will mit dieser Richtigstellung das "Missverständnis klären" und legt Wert darauf, dass man nicht in der Sache "zurückrudert".
SP2: Neue Sicherheitsfunktionen für Windows250 MB für die Sicherheit
Das Service Pack 2 ist je nach Konfiguration und bereits erfolgten Patches zwischen 80 und 250 Megabyte groß.
SP2 soll im Sommer auf den Markt kommen, den letzten Angaben zufolge noch im ersten Halbjahr.
Größte Neuerung im SP2 ist die Windows Firewall. Sie ist künftig standardmäßig eingeschaltet und schließt automatisch gefährdete Netzwerk-Ports. Software, die bestimmte Ports nutzt, muss erst beim User um Erlaubnis ansuchen.
Microsoft will zudem zukünftig Nutzer des Betriebssystems Windows und des Office-Pakets durch Pop-ups auf kritische Einstellungen, Aktionen und Themen aufmerksam machen.
Microsoft-User vor Dummheiten bewahren
