Windows-Update auch für Raubkopierer
Die Flut an Viren, Würmern und Spam in den letzten Monaten hat Microsoft dazu veranlasst, das kommende Sicherheitsupdate von Windows XP allen zugänglich zu machen.
Im Gegensatz zum letzten großen Update können somit auch raubkopierte Versionen mit den neuen Sicherheitsfunktionen ausgerüstet werden.
Ausnahme für Raubkopierer
"Das heisst nicht, dass wir uns jetzt anders gegenüber
Produktpiraten verhalten", stellt Barry Goffe, der zuständige
Produktmanager bei Microsoft, klar. "Wir entwickeln ständig neue
Technologien, um Raubkopierer zu bekämpfen. Beim Service Pack 2
machen wir jedoch eine Ausnahme".
MS dementiert "Windows XP"-AufgussService Pack 2 hat bis zu 250 MB
Das Service Pack 2, so der Name des Updates, ist je nach Konfiguration und bereits erfolgten Patches zwischen 80 und 250 Megabytes groß.
Das SP2 soll im Sommer auf den Markt kommen, Eigenangaben zufolge noch im ersten Halbjahr.
Im Kampf gegen Windows-Würmer will Microsoft auch Raubkopierer mit einbeziehen.
"Es war eine schwere Entscheidung. Die Existenz von ungesicherten raubkopierten Versionen bedeutet jedoch breitangelegtere Wurmattacken - was schließlich auch die legitimen Windows-Nutzer trifft", so Goffe.
Größte Neuerung im SP2 ist die Windows Firewall. Sie ist künftig standardmäßig eingeschaltet und schließt automatisch gefährdete Netzwerk-Ports. Software, die bestimmte Ports nutzt, muss erst beim User um Erlaubnis ansuchen.
Microsoft-User vor Dummheiten bewahrenVerbessertes Outlook Express
Outlook Express führt im Preview-Modus nicht mehr automatisch Dateianhänge aus. Darüber hinaus werden in E-Mails eingebettete Bilder nicht automatisch geladen. In der Vergangenheit war diese Outlook-Funktion von Spammern benutzt worden, um zu überprüfen, ob eine Mailadresse noch aktiv war.
Der Internet Explorer erhält einen Popup-Blocker; darüber hinaus werden potentiell bösartige Skripting-Funktionen auf Websites beschränkt.
