05.05.2004

QUARTAL EINS

Fette Zahlen, wenig Speck

Tele.ring, der viertgrößte österreichische Mobilfunkanbieter, erzielte im ersten Quartal 2004 ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen [EBITDA] von 28,7 Millionen Euro.

Im Gesamtjahr 2003 betrug es 25,6 Millionen Euro, im Vergleichszeitraum des Vorjahres 2,9 Millionen Euro. Der Umsatz steigerte sich gegenüber dem ersten Quartal 2003 um 69 Prozent auf 116,5 Millionen Euro, erklärte tele.ring-Chef Michael Krammer.

Seit Jahresbeginn 2004 konnte die Western-Wireless-Tochter nach Eigenangaben rund 92.000 neue Mobilfunkkunden begrüßen, während der Festnetzsektor "wie bei den Mitbewerbern" leicht rückläufig sei. Insgesamt betreuen derzeit 560 Mitarbeiter rund 876.00 Kunden.

Keine Stellungnahme zu Kaufgerüchten

Gerüchte über einen möglichen Kauf des heimischen Mobilfunkanbieters "3" [Hutchison] wollte Krammer nicht kommentieren: "Zu Gerüchten nehmen wir grundsätzlich nicht Stellung." Ein möglicher Börsengang der tele.ring-Mutter Western Wireless sei völlig offen, derzeit werde lediglich sondiert.

Schlechter als erwartet habe sich der MMS-Markt entwickelt, was tele.ring in erster Linie auf die derzeit noch hohen Preise für die Bildbotschaften zurückführt.

Beschleunigen möchte Krammer die Vorbereitung der Rufnummernportabilität. Zuletzt wurde in der Mobilfunkbranche die Vermutung laut, dass sich die Umsetzung noch bis ins Jahr 2005 ziehen könnte. Laut Krammer müsste diese aber bis Herbst 2004 möglich sein.