Erste Klagen nach neuem US-Spam-Gesetz
Die US-Behörden haben das erste Verfahren gegen vier vermeintliche Spammer nach dem neuen Can-Spam-Gesetz eröffnet.
Ihnen wird vorgeworfen, unter falschem Absender für Abnehmprodukte geworben zu haben und dabei ungeschützte Rechner im Netz als Relays verwendet zu haben.
Dabei sollen auch Rechner von Firmen wie Ford, Unisys und Computer der US-Behörden selber für den Versand von bis zu einer Millionen Spam-Mails genutzt worden sein.
Zwei der Angeklagten erschienen am Mittwoch vor Gericht und wurden vorerst wieder freigelassen, nach den beiden anderen wird derzeit noch gefahndet. Ihnen drohen bis zu 20 Jahre Haft sowie hohe Geldstrafen.
Das Anfang des Jahres in Kraft getretene US-Gesetz gegen unerwünschte Werbe-E-Mails hat Internet-Nutzern einer Umfrage zufolge bisher keine Erleichterung verschafft.
Anti-Spam-Gesetz zeigt kaum WirkungGroße Sammelklage
Auch vier der größten Anbieter von Online-Diensten in den USA gehen mit Klagen gegen die Versender von unerwünschten Werbe-E-Mails [Spam] vor.
AOL, Microsoft, Earthlink und Yahoo hatten Mitte März sechs Klagen gegen einige hundert Spammer eingereicht. Grundlage ist das seit Anfang des Jahres in den USA geltende neue Anti-Spam-Gesetz [Can Spam].
Laut Klägern gehören einige der größten Spammer der USA zu den Angeklagten. Die Firmen haben laut Angaben in einer gemeinsamen Aktion einige der Spam-Absender ausfindig gemacht.
