China schließt 8.600 Internet-Cafes
Die chinesische Regierung hat in den vergangenen zwei Monaten 8.600 weitere Internet-Cafes geschlossen. Die Maßnahmen sind Teil des im vergangenen Oktober beschlossenen "Erziehungsprogramms", durch das die Regierung die chinesischen Medien stärker kontrollieren möchte.
Die Kampagne sei noch "lange nicht vorbei", sagte Kulturminister Sun Jiazheng am Dienstag gegenüber der amtlichen "Volkszeitung". Jiazheng rief außerdem eine landesweite Aktionswoche gegen die unkontrollierte Nutzung des Internets aus.
Weblogs und Foren zensiert
In den vergangenen zwei Monaten wurden in China Weblogs und
Diskussionsforen zensiert, Internet-Cafes aus dem Umkreis von
Schulen verbannt und mit Videoüberwachung ausgestattet.
Videoüberwachung von Internet-CafesChina hat rund 80 Millionen Netz-User. Die Regierung will jedoch vermeiden, dass die Bürger online mit fremden Ideologien in Berührung kommen oder regierungskritische Nachrichten verbreiten.
