Videoüberwachung von Internet-Cafes
China hat die Installation von Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen in Schanghai sowie die Einführung von Überwachungs-Software in Internet-Cafes angekündigt.
Die Behörden haben bereits in jedem Internet-Cafe der Stadt Überwachungskameras installiert. Weiters verlangt eine Identifikations-Software, die bald zum Einsatz kommen soll, von jedem User persönliche Daten. Dann wird sein Surfverhalten weiter über ein Monitoring-Center überwacht. Ausländer müssen sogar ihre Passnummer angeben.
Wie die Zeitung "Shanghai Daily" berichtet, soll die Richtlinie der Administration für Kultur, Radio, Film und Fernsehen das Ansurfen vom Staat verbotener Websites unterbinden. Weiters sollen Jugendliche unter 16 Jahren davon abgehalten werden, Internet-Cafes zu besuchen.
Amnesty International übt Kritik
Die chinesische Regierung wurde erst kürzlich von Amnesty
International für ihre Internet-Politik kritisiert.
Amnesty kritisiert Chinas Internet-Politik70 Millionen Netz-User
Die Software, deren Entwicklung rund sieben Millionen Yuan [rund 716.000 Euro] gekostet hat, soll laut Projektleiter Yu Wenchang rund 110.000 Computer in den 1.325 Internet-Cafes der Stadt beaufsichtigen und "illegale Aktivitäten" sofort melden.
China hat rund 70 Millionen Netz-User. Die Regierung will jedoch vermeiden, dass die Bürger online mit fremden Ideologien in Berührung kommen oder regierungskritische Nachrichten verbreiten.
In der Vergangenheit wurden bereits einige User verhaftet, welche die Regierung im Netz kritisiert hatten.
