Siemens mit Gewinnsteigerung
Der Siemens-Konzern konnte seinen Gewinn im zweiten Quartal 2003/04 bei einem leichten Umsatzrückgang zwar steigern, die Erwartungen der Analysten wurden aber verfehlt.
Von Jänner bis März sei einschließlich des erwarteten Sonderertrags aus dem Verkauf von Infineon-Aktien ein Überschuss von 1,210 Mrd. Euro [Vorjahr: 0,568] angefallen, teilte das Münchener Unternehmen mit.
Operativ wurde ein Gewinn von 1,076 Mrd. Euro [1,073] erzielt, während der Umsatz auf 17,794 Mrd. Euro [18,230] zulegte.
Erwartungen verfehlt
Analysten hatten im Schnitt mit einem Überschuss von 1,458 Mrd.
Euro, einem operativen Ergebnis von 1,216 Mrd. Euro und Erlösen von
18,334 Mrd. Euro gerechnet. Siemens erwägt angeblich
Stellenverlagerungen für weitaus mehr deutsche Standorte als bisher
bekannt.
Siemens will Jobverlagerung ausweitenMehr Nachfrage nach Handys
Floriert habe vor allem die Nachfrage nach Handys. Der Absatz sei im zweiten Quartal um mehr als die Hälfte auf 12,8 Millionen verkaufte Mobilfunkgeräte gestiegen, berichtete Siemens-Chef Heinrich von Pierer.
In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres stieg die Zahl der verkauften Handys um rund 48 Prozent auf 28 Millionen Stück.
Trotz zusätzlicher Belastungen in der Bahntechniksparte bekräftigte Siemens die Gewinnprognose für das am 30. September endende Geschäftsjahr, wonach das Ergebnis prozentual zweistellig zulegen soll.
